Und jetzt?

Nach dem Coaching kam für mich die schwierigste Zeit. Die Sommerferien. Chillen, Grillen, Bierli… …nein, so einfach lass ich mir die neue Fitness nicht nehmen. Also muss ein Plan her. Und der ist ganz einfach. Jeden zweiten Tag wird gejoggt und zwar so viel, damit ich mir die Bierchen auch verdiene. Das hat ziemlich gut funktioniert und so hab ich mich auf dem Campingplatz in Yvonand auf den Emmenlauf vorbereitet, den ich zusammen mit dem Ochsner Running Team laufen wollte. Doch leider konnte ich verletzungsbedingt nicht starten. Ich habe mir wenige Tage vor dem Lauf einen Kapselriss am rechten Zeigefinger zugezogen und die Ärztin hat mir das Joggen für 2 Wochen verboten. MIST!

Alle anderen vom Ochsner Running Team haben den Lauf erfolgreich beendet, super! Kurz nach dem Lauf kam in der WhatsApp-Gruppe des Ochsner Running Teams der Wunsch nach einer neuen Herausforderung. Und was liegt da für einen Berner näher als der Grand Prix von Bern? Eben, nichts. Sogar unser Coaching Team Nicole und Wänger haben sich bereit erklärt uns weiterhin zu unterstützen. Starten sollte die Vorbereitung ab Januar 2016. Ziel war 2-3 Lauftrainings pro Woche. Da ich noch voll in der Eishockeysaison war, habe ich 2 Lauftrainings und 2 Eishockeytrainings in der Woche absolviert. Wenn ich nicht gerade Krank war oder war in den Skiferien 🙂

 

 

Ochsner Running Team

Aller Anfang ist schwer, nicht aber mit dem Ochsner Running Team.

Das Coaching bestand aus 8 Lektionen, jeweils Montags traff man sich und joggte gemeinsam nach der neuen Lektion . Bis zum nächsten Treffen sollten wir dann mindestens 2 mal die gleichen Trainings durchführen. Jede Woche wurden die Laufstrecken länger und die Gehpausen kürzer. Das Ziel war, dass wir nach 8 Wochen 45 Minuten ohne Pause Joggen konnten.

Als ich am ersten Kurstag das Team kennenlernte war ich sofort begeistert von der Truppe. Alles sehr sympatische Menschen die alle etwa die gleichen Erwartungen hatten, nämlich einfach mal über längere Zeit joggen und so etwas für die Gesundheit machen. Keiner hatte irgendwelche Wettkampfambitionen.

Es ging los mit dem achtwöchigen, für mich nur noch siebenwöchigen Training. Nach fünf Minuten einlaufen und ein paar Aufwärmübungen mussten wir 4×7 Minuten Joggen mit je 2 min. Gehpausen. Mein erster Gedanke: das schaffe ich nie! Aber probieren kann man es ja. Also los. Und siehe da, es ging. Das Tempo war sehr gemächlich, was mich zuerst ein wenig überraschte, den ich dachte immer, Joggen, das muss schnell sein. Aber genau da lag wohl auch mein Fehlverhalten in den vorherigen Joggingversuchen, die ich unternommen hatte.

Das Training war im nu vorbei und die motivation bei mir war riesengross, weil ich tatsächlich diese 4×7 Minuten Joggen konnte. So viel es mir auch nicht schwer, 2-3 Mal in der Woche zu joggen und jeweils am Montag die Gruppentrainings zu besuchen.

Nach 7 Wochen war es dann soweit, ich konnte 45 Min. am Stück Joggen!!!! WOW! Herzlichen Dank liebes Ochsner Running Team.

…und wie es weiterging.

Meine Frau hat letztes Jahr ein beim Ochsner Running Team mitgemacht und innert kürzester Zeit super Fortschritte gemacht und hat auch nach dem Coaching fleissig weiter gemacht mit dem Joggen. Bis sie eine Rückenverletzung im Herbst ausgebremst hat. Das hat mich dann wiederum motiviert, mal mit Joggen zu starten. Also ab in den App-Store und die 5K Runner-App gekauft, neue Laufschuhe gekauft bei Ryffel Running und ab in den Wald… Das ging 2-3 Wochen recht gut, aber dann bekam ich Schienbeibeschwerden und die Eishockeysaison begann und schon war das Interesse wieder weg.

Im Frühling 2015 sah ich dann per Zufall wieder die Ausschreibung des Ochsner Running Teams. Da Eishockey vorbei war und keine sportliche Herausforderung nebst Grillen und Chillen bevorstand, hab ich mich dort beworben. Kurze Zeit später habe ich auch die Zusage erhalten! Leider war der erste Kursabend am 11. Mai, dem 40. Geburtstag meiner Frau und unser 10. Hochzeitstag. Sch%&*…  Aber Coach Wänger hatte vollstes Verständnis, dass ich nicht mitmachen konnte am ersten Abend und so begann ich eine Woche später mit meinem Laufabeteuer.

Fortsetzung folgt…

Joggen – Was bisher geschah…

Bis vor kurzem fand ich Joggen doof und zwar so richtig! Ich war der Teamsportler. Einzige Ausnahme war bis jetzt das Ski- und Snowboardfahren. Sonst gabe Sport nur im Team. Zuerst Fussball bis ich 12 Jahre alt war. Mit 10 oder 11 hab ich dann mit Eishockey angefangen und bin meinem Lieblingssport seit dann treu, passiv und aktiv.

Und jetzt, also seit Mai 2015 jogge ich regelmässig! Und es macht mir unglaublich viel Spass, hätte ich nie gedacht.

Aber wieso fängt einer an zu Joggen, der das doof findet? Nun, es gab drei Gründe damit anzufangen. Zeit, Geld und Gewicht.

Zeit
Jede andere Sportart die ich betreibe braucht einfach viel mehr Zeit. Und Zeit ist ein wertvolles Gut, wenn man 100% arbeitet und eine Familie mit zwei Kindern hat.

Geld
Joggen kostet mich einen Bruchteil vom dem was Eishockey, Skifahren oder auch Biken kostet.

Gewicht
107kg mehr muss ich wohl nicht schreiben

Wie alles angefangen hat, folgt im nächste Post.