Ungewollte Trainingspause

Seit meinem letzten Beitrag ist viel Zeit vergangen, leider aber nicht viele Trainings. Ich musste vom 3. bis 20. März eine Zwangspause einlegen. Starker Husten, eine Verstopfte Nase und Halsschmerzen verhinderten ein Training. Am Montag 21.3. fühlte ich mich dann wieder fit genug für einen kurze Runde im Wald. 5.36km in 34:32, das ist ein Schnitt von 06:26 min/km.

Ich war ganz zufrieden und irgendwie auch ein wenig erstaunt, dass es mir nach 17 Tage Pause relativ gut ging während dem Lauf. Ich hatte überhaupt keine Beschwerden und hätte wohl noch länger laufen können. Aber ich will jetzt nichts riskieren und versuche nun mit kurzen, gemütlichen Läufen, möglichst jeden zweiten Tag, mich wieder langsam an die Dauer und Geschwindigkeit der Läufe vor dem 3. März heranzutasten.

Mein «10 Meilen Wettkampf-Trainingsprogramm» werde ich nun nicht mehr einhalten können. Aber er dient mir nach wie vor als Orientierung und ich werde ihn nun nicht mehr Stur befolgen. Mein Ziel, den GP in 1h40m zu laufen behalte ich aber trotzdem.

Was mich aber in der ganzen Lauflosen Zeit am meisten erstaunt hat, war die Tatsache, dass ich es vermisst habe. Ich hab mich echt genervt, dass ausgerechnet jetzt, wo es mir so gut lief, die Gesundheit mir einen Strich durch die Rechnung machte. Vor einem Jahr hätte ich diesen hartnäckigen Husten als willkommenen Entschuldigung genutzt und mich dann damit entschuldigt, dass ich das eine oder andere Training halt leider nicht absolvieren konnte.

GP Bern noch 72 Tage

Die Skisaison neigt sich zu Ende und die aktive Eishockeysaison endet für mich schon diese Wochenende. Also höchste Zeit, die Vorbereitung auf den GP anzugehen.

Es ist wie mit allem, das man neu beginnt. Jeden den man um Rat fragt, hat einen heissen Tip, weiss ganz genau, was man tun und was nicht soll, damit man das gewünschte Ziel erreicht. Dummerweise können die gleichen Tips, je nach dem wer es gesagt hat, etwas sehr gutes oder etwas dass man unbedingt lassen soll sein.

Wie meistens in solchen Situationen, verlasse ich mich auf mein Bauchgefühl und probiere gerne mal was aus. Damit ich mich aber an etwas orientieren kann, habe ich mir einen Trainingsplan gesucht und bei MY ASICS wurde ich auch schnell fündig. Mit wenigen Klicks habe ich mir so mein «10 Meilen Wettkampf-Trainingsprogramm» zusammengestellt.

Natürlich erwarte ich nicht, dass ich den GP in 1:35:24 laufe (die Höhenmeter wurden beim Trainingsprogramm nicht berücksichtigt!) aber mein gestecktes Ziel von 1:40:00 möchte ich schon erreichen. Der Trainingsplan soll mir eine Orientierung geben über die Häufigkeit und ungefähre Intensität der Trainings. Und dank der praktischen Kalenderexport-Funktion und den Remindermails am Vortag, weiss auch der innere Schweinehund frühzeitig was ihn erwartet.

Countdown bis GP BERN 2016

(14. Mai 2016 Start 16:00h)

GP BERN 2016 – Los geht’s

10. Februar 2016, an diesem Tag habe ich mich für den Grand Prix von Bern angemeldet. Ich habe mir eine Zeit von 1:40 zugetraut. Kurz nachdem ich die Anmeldung abgeschickt hatte, war mir ein wenig unwohl. 10 Meilen (16.093 KM) in 1 Stunde 40 Minuten? Das ist ein Durchschnitt von 6 Minuten 15 Sekunden pro Kilometer. Das schaffe ich im Moment schon, wenn es Flach ist und ich nur 10km laufe. Aber 16km relativ stark coupierte Strecke mit 263 m Steigung und 261 m Gefälle? War das eine gute Idee? Ich war unsicher und dachte mir, finde es heraus, geh joggen.

Also startete ich zu einer Laufrunde über Mittag. Ich lief zuerst von der PostFinance-Arena Richtung Löchligut an die Aare hinunter. Dann alles der Aare entlang bis zur Marzilibrücke, dann via Bärenpark wieder zurück zum Ausgangspunkt. Am Aargauerstalden hatte ich etwas über 11km hinter mir und es ging mir super. So dachte ich mir, lauf  doch gleich die GP Strecke zurück zur PostFinance-Arena. Das ging auch noch problemlos und so bei km 12.5 hab ich erstmals mit dem Gedanken gespielt, dass ich doch jetzt gerade mal 16km laufen könnte. Auch das ging gut, bis km 14, ab da wars ein Kampf. Ein Kampf mit der Strecke (welchen Weg wähle ich jetzt), mit meinem Körper (Krämpfe in den Waden und Schmerzen im Nacken) und natürlich mit meinem besten Freund, dem inneren Schweinehund. Und dank dem, denn den besiege ich immer, hab ich es dann auch geschafft: 16.52 km in 01:44:15

Ziemlich stolz auf mich hab ich mich dann für eine Woche in die Skiferien verabschiedet und freue mich nun auf den Grand Prix von Bern.

Und jetzt?

Nach dem Coaching kam für mich die schwierigste Zeit. Die Sommerferien. Chillen, Grillen, Bierli… …nein, so einfach lass ich mir die neue Fitness nicht nehmen. Also muss ein Plan her. Und der ist ganz einfach. Jeden zweiten Tag wird gejoggt und zwar so viel, damit ich mir die Bierchen auch verdiene. Das hat ziemlich gut funktioniert und so hab ich mich auf dem Campingplatz in Yvonand auf den Emmenlauf vorbereitet, den ich zusammen mit dem Ochsner Running Team laufen wollte. Doch leider konnte ich verletzungsbedingt nicht starten. Ich habe mir wenige Tage vor dem Lauf einen Kapselriss am rechten Zeigefinger zugezogen und die Ärztin hat mir das Joggen für 2 Wochen verboten. MIST!

Alle anderen vom Ochsner Running Team haben den Lauf erfolgreich beendet, super! Kurz nach dem Lauf kam in der WhatsApp-Gruppe des Ochsner Running Teams der Wunsch nach einer neuen Herausforderung. Und was liegt da für einen Berner näher als der Grand Prix von Bern? Eben, nichts. Sogar unser Coaching Team Nicole und Wänger haben sich bereit erklärt uns weiterhin zu unterstützen. Starten sollte die Vorbereitung ab Januar 2016. Ziel war 2-3 Lauftrainings pro Woche. Da ich noch voll in der Eishockeysaison war, habe ich 2 Lauftrainings und 2 Eishockeytrainings in der Woche absolviert. Wenn ich nicht gerade Krank war oder war in den Skiferien 🙂

 

 

Ochsner Running Team

Aller Anfang ist schwer, nicht aber mit dem Ochsner Running Team.

Das Coaching bestand aus 8 Lektionen, jeweils Montags traff man sich und joggte gemeinsam nach der neuen Lektion . Bis zum nächsten Treffen sollten wir dann mindestens 2 mal die gleichen Trainings durchführen. Jede Woche wurden die Laufstrecken länger und die Gehpausen kürzer. Das Ziel war, dass wir nach 8 Wochen 45 Minuten ohne Pause Joggen konnten.

Als ich am ersten Kurstag das Team kennenlernte war ich sofort begeistert von der Truppe. Alles sehr sympatische Menschen die alle etwa die gleichen Erwartungen hatten, nämlich einfach mal über längere Zeit joggen und so etwas für die Gesundheit machen. Keiner hatte irgendwelche Wettkampfambitionen.

Es ging los mit dem achtwöchigen, für mich nur noch siebenwöchigen Training. Nach fünf Minuten einlaufen und ein paar Aufwärmübungen mussten wir 4×7 Minuten Joggen mit je 2 min. Gehpausen. Mein erster Gedanke: das schaffe ich nie! Aber probieren kann man es ja. Also los. Und siehe da, es ging. Das Tempo war sehr gemächlich, was mich zuerst ein wenig überraschte, den ich dachte immer, Joggen, das muss schnell sein. Aber genau da lag wohl auch mein Fehlverhalten in den vorherigen Joggingversuchen, die ich unternommen hatte.

Das Training war im nu vorbei und die motivation bei mir war riesengross, weil ich tatsächlich diese 4×7 Minuten Joggen konnte. So viel es mir auch nicht schwer, 2-3 Mal in der Woche zu joggen und jeweils am Montag die Gruppentrainings zu besuchen.

Nach 7 Wochen war es dann soweit, ich konnte 45 Min. am Stück Joggen!!!! WOW! Herzlichen Dank liebes Ochsner Running Team.

…und wie es weiterging.

Meine Frau hat letztes Jahr ein beim Ochsner Running Team mitgemacht und innert kürzester Zeit super Fortschritte gemacht und hat auch nach dem Coaching fleissig weiter gemacht mit dem Joggen. Bis sie eine Rückenverletzung im Herbst ausgebremst hat. Das hat mich dann wiederum motiviert, mal mit Joggen zu starten. Also ab in den App-Store und die 5K Runner-App gekauft, neue Laufschuhe gekauft bei Ryffel Running und ab in den Wald… Das ging 2-3 Wochen recht gut, aber dann bekam ich Schienbeibeschwerden und die Eishockeysaison begann und schon war das Interesse wieder weg.

Im Frühling 2015 sah ich dann per Zufall wieder die Ausschreibung des Ochsner Running Teams. Da Eishockey vorbei war und keine sportliche Herausforderung nebst Grillen und Chillen bevorstand, hab ich mich dort beworben. Kurze Zeit später habe ich auch die Zusage erhalten! Leider war der erste Kursabend am 11. Mai, dem 40. Geburtstag meiner Frau und unser 10. Hochzeitstag. Sch%&*…  Aber Coach Wänger hatte vollstes Verständnis, dass ich nicht mitmachen konnte am ersten Abend und so begann ich eine Woche später mit meinem Laufabeteuer.

Fortsetzung folgt…

Joggen – Was bisher geschah…

Bis vor kurzem fand ich Joggen doof und zwar so richtig! Ich war der Teamsportler. Einzige Ausnahme war bis jetzt das Ski- und Snowboardfahren. Sonst gabe Sport nur im Team. Zuerst Fussball bis ich 12 Jahre alt war. Mit 10 oder 11 hab ich dann mit Eishockey angefangen und bin meinem Lieblingssport seit dann treu, passiv und aktiv.

Und jetzt, also seit Mai 2015 jogge ich regelmässig! Und es macht mir unglaublich viel Spass, hätte ich nie gedacht.

Aber wieso fängt einer an zu Joggen, der das doof findet? Nun, es gab drei Gründe damit anzufangen. Zeit, Geld und Gewicht.

Zeit
Jede andere Sportart die ich betreibe braucht einfach viel mehr Zeit. Und Zeit ist ein wertvolles Gut, wenn man 100% arbeitet und eine Familie mit zwei Kindern hat.

Geld
Joggen kostet mich einen Bruchteil vom dem was Eishockey, Skifahren oder auch Biken kostet.

Gewicht
107kg mehr muss ich wohl nicht schreiben

Wie alles angefangen hat, folgt im nächste Post.